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AKTUELLES
Baumärkte schlampen bei den Lampen

Die Mehrzahl der deutschen Baumärkte informiert ihre Kunden nur unzureichend über Rückgabemöglichkeiten von schadstoffhaltigen Bauschaumdosen und Energiesparlampen. Das ist Ergebnis einer Untersuchung von insgesamt 96 deutschen Baumarktfilialen, die die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in Berlin vorgelegt hat. Nur sechs Baumärkte punkten darin mit einem sehr guten Kundenservice. Die Mehrheit erhält für ihre Informationsarbeit sowie Rücknahme von Bauschaumdosen und Energiesparlampen nur Bewertungen von mittelmäßig bis mangelhaft.

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Was kommt nach dem Ableben dieses Lichtspenders? Hoffentlich ein Sammelbehälter in einem Baumarkt. (Foto: Reimer)

 

 

 

Alte Energiesparlampen enthalten Quecksilber, PUR-Schaumdosen weisen gesundheitsschädliche Isocyanate auf. Deshalb müssen sie getrennt gesammelt und umweltgerecht entsorgt werden. Nur in vier von zehn Baumärkten stand ein Rücknahmebehälter für quecksilberhaltige Altlampen bereit. 15 Prozent der untersuchten Baumärkte boykottieren die Auskunft und Rückgabe alter Lampen komplett und glichen damit einer “Servicewüste”. Lediglich acht Prozent der untersuchten Zentralen hätten von sich aus sehr gut über Rückgabemöglichkeiten aufgeklärt.

“Um hohe Rücklaufquoten aus privaten Haushalten zu erreichen, ist eine ausnahmslose Rücknahmeverpflichtung aller Händler notwendig, die Energiesparlampen verkaufen”, kritisiert DUH-Chef Jürgen Resch. Entsprechend müsse der Handel zur Rücknahme gezungen werden. Derzeit wird die dafür zuständige EU-Altgeräterichtlinie überarbeitet. Die DUH fordert, Ausnahmeregelungen, wie etwa die Rücknahme in Abhängigkeit der Verkaufsflächengröße, zu streichen.

Quelle: klimaretter.info/reni

Starke Kommune mit erneuerbare Energien: Brilon

Für die sauerländische Stadt Brilon funktioniert der kommunale Wald als Wirtschaftsfaktor und Naherholungsgebiet gleichermaßen. Nach den Verwüstungen durch Kyrill begann für das Forstamt eine neue Zeitrechnung. Die kahlgeschlagenen Flächen mussten neu bepflanzt werden. Für Dr. Gerrit Bub, dem Leiter des Forstamts, war es wichtig, neue Modelle zur wirtschaftlichen Nutzung, aber auch einen Ausgleich zu den bewirtschafteten Monokulturen zu schaffen. Die Beteiligung der Bürger am Aufforstungsprozess lag Bub ebenfalls am Herzen. Mit engagierten Bürgern und Unterstützung der lokalen Wirtschaft wurde ein Bürgerwald als Verein gegründet. Hauptaufgaben des Vereins ist die bürgerbeteiligte Aufforstung und die Schaffung eines Mischwalds mit vielen unterschiedlichen Arten, der den Brilonern einen Raum zur Erholung bietet.

Stadt des Waldes
„Stadt des Waldes“ – so nennt sich die etwa 20.000 Einwohner zählende Gemeinde Brilon im nördlichen Sauerland werbewirksam. Dass der Wald mehr ist, als ein gutes Markenzeichen, davon weiß der Vorsitzende des Bürgerwaldes, Jürgen Adams zu berichten: „Der Wald kann in besonderem Maße identitätsstiftend wirken. Für uns Briloner ist der Wald ein wichtiges Stück Heimat.“ Die Bürger beteiligen sich durch eine Baumpatenschaft oder durch eine Pflanzung. „Es war ein rührendes Bild, wie junge Paare, frischgebackene Eltern und Vertreter der Schützenvereine unter der Anleitung unserer Förster gemeinsam die jungen Bäume pflanzten“, erinnert sich Bub. Als das Orkantief Kyrill in der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2007 über Brilon hinwegfegte, brach es mächtige Bäume wie Streichhölzer ab und entwurzelte ganze Höhenzüge. In wenigen Stunden wurden 1.000 Hektar Wald verwüstet.

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Rechenhilfe für Bürgermeister

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat in Kooperation mit dem Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) einen Online-Rechner entwickelt, der Auskunft über die positiven Effekte eines regionalen Zubaus von erneuerbaren Energien geben soll. Bürgermeister und kommunale Verwaltungen können mit diesem Instrument grob kalkulieren, welchen Einfluss etwa der Bau und Betrieb einer Photovoltaikanlage in der Gemeinde auf die kommunalen Steuereinnahmen, den Unternehmensgewinn sowie Arbeitseinkommen hat. Errechnen lässt sich ebenso, wie viele Arbeitsplätze vorraussichtlich entstehen und in welchem Maße die Anlage Treibhausgase vermeidet. Die ermittelten Werte sollen den kommunalen Entscheidern als grobe Orientierung und Motivationshilfe für die Entscheidung für mehr erneuerbare Energien dienen.

Für die Energiewende in Deutschland kommt den Bürgerinnen und Bürgern eine entscheidende Rolle zu”, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), die den Rechner gestern auf der Verbrauchermesse Grüne Woche in Berlin vorstellte. “Engagement und Akzeptanz für den Umbau der Energieversorgung wachsen, wenn sie erkennen, welchen Nutzen die Erneuerbaren Energien vor Ort schaffen.” Hierzu könne der Rechner eine Hilfe sein. Nach Berechnungen des IÖW belaufen sich die kommunalen Wertschöpfungseffekte in Deutschland insgesamt auf 10,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Zum Online-Rechner geht es hier

Quelle: klimaretter.info/em

Kleine Unternehmen schaffen 85% aller neuen Arbeitsplätze in der EU

Die kleinen und jungen Unternehmen schaffen mit 85% die meisten neuen Arbeitsplätze.

Laut einer Studie der Europäischen Kommission wurden 85% aller neuen Arbeitsplätze in der EU in dem Zeitraum 2002 bis 2010 von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) geschaffen

Der jährliche Beschäftigungszuwachs bei Unternehmen dieser Größe lag um rund einen Prozentpunkt höher als bei großen Unternehmen (0,5%).

Einzig der Handelsbereich spielt hier eine Ausnahme: KMU aus dem Bereich Handel stellten im Schnitt jährlich 0,7% mehr Beschäftigte ein, große Unternehmen dieses Bereichs dagegen 2,2%.

Insgesamt verzeichneten laut der EU-Kommission Kleinstunternehmen mit unter zehn Beschäftigten den größten Zuwachs, sowie diejenigen, die weniger als fünf Jahre am Markt existieren.

Mehr als 25% aller neuen Arbeitsplätze sind von jungen Dienstleistungs-Unternehmen geschaffen worden.

Junge Unternehmen im Bereich Verkehr und Kommunikation stehen für 6% aller neuen Arbeitsplätze.

Quelle: AGITANO | mb 2012/Franz Alt
Entscheidung zur Solarförderung vertagt

Kein abschließendes Ergebnis zur Photovoltaik soll nach Berichten aus Verhandlungskreisen bei einem Treffen der Koalitionsarbeitsgruppe Energie gegeben haben.

Dennoch soll es wohl rasche Änderungen bei der Solarförderung geben

Die mit Spannung erwartete Sitzung der Arbeitsgruppe Energie der Koalitionsfraktionen CDU, CSU und FDP ist anscheinend ohne konkretes Ergebnis zur künftigen Photovoltaik-Förderung am Abend in Berlin beendet worden. Dennoch haben nach Berichten aus Politikerkreisen nun Umwelt- und Wirtschaftsministerium den Auftrag, sich bis Ende Februar auf eine gemeinsame Regelung zur Solarförderung zu verständigen. Anschließend solle es eine schnelle Novellierung des EEG geben, um die Änderungen für die Photovoltaik zu beschließen. Ein Deckel bei einem Zubau von 1000 Megawatt Photovoltaik-Leistung jährlich scheint allerdings wohl erst einmal vom Tisch.

“Ich strebe an, dass wir zum 1. April eine Gesetzesänderung wirksam haben”, sagte Umweltminister Norbert Röttgen am Mittwoch nach dem Treffen der Nachrichtenagentur Reuters. Bereits in der kommenden Woche sollten die Beratungen mit dem Wirtschaftsministerium beginnen. Wichtig sei, dass zügig gehandelt werde. Röttgen habe sich auf der Sitzung gegen eine strikte Begrenzung des Zubaus auf 1000 Megawatt jährlich ausgesprochen die der Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und CDU-Wirtschaftspolitiker wiederholt gefordert hatten. “Ein fester Deckel würde die Solarwirtschaft in Deutschland abwürgen”, sagte er Reuters. Das Regierungsziel von jährlich 2500 bis 3500 Megawatt neu installierter Photovoltaik-Leistung gelte weiter. Sein Ziel sei es, den “Zubau auf ein vernünftiges Maß” zu begrenzen.

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